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Im Seniorenzentrum Am Stadtpark

 

Männerkarrieren in der Altenpflege - Pflegefachkampagne der AWO

Männer im Pflegeberuf sind zwar noch immer in der Minderheit, ihr Anteil nimmt jedoch stetig zu. Dass man in der Pflege auch Karriere machen kann, scheint bei der Berufswahl gerade für Männer eine wichtige Perspektive zu sein, was auch 4 Erfolgsbeispiele aus dem AWO Seniorenzentrum Am Stadtpark zeigen. Mit ihrer professionellen Pflegefachkraftkampagne zeigt die AWO Baden gute Gründe für den Altenpflegeberuf auf.

 

Der sich abzeichnende Mangel an Fachkräften war Anlass für die AWO Bezirksverband Baden, eine professionelle Kampagne speziell für Pflegefachkräfte zu starten. Dabei entstanden nicht nur die neue Webseite www.awo-baden.de/pflegejobs, sondern auch eine Infobroschüre, Banner, Plakate und andere Medien. Eine Besonderheit: Alle Bilder für die Kampagne stammen von Fotoshootings mit tatsächlichen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Pflegefachkräften in Seniorenzentren des Bezirksverbandes. „Ein guter Nebeneffekt unserer Kampagne ist es, zeigen zu können, dass man auch in der Pflegebranche ordentlich verdient, Beruf und Familie gut zu vereinbaren sind und man auch noch Karriere machen kann. Dies ist besonders auch für Männer eine wichtige Perspektive“, so Einrichtungsleiter Martin Hayer.

 

Ilja Puhlmann z.B. wollte eigentlich Wirtschaftsinformatik studieren, kam jedoch vor 16 Jahren über den Zivildienst mit der Pflege in Kontakt. Er entschied sich trotz Studienplatz für die Altenpflegeausbildung bei der AWO und ist heute Wohnbereichsleitung „Zu meinen Tätigkeiten gehören unter anderem die Dienstplangestaltung, Terminierung verschiedener Besprechungen und Schulungen, Durchführung von Pflegevisiten, Führen von Mitarbeitergesprächen, Kontrolle aller Arbeitsprozesse. Im Alltag bin ich vor allem Ansprechpartner für alle Fragen von rund 15 auf dem Wohnbereich tätigen Mitarbeitern, aber auch für Bewohner und deren Angehörige, Ärzte und sonstige externe Firmen. Im Übrigen bin ich schnell zur Stelle, wenn es klemmt, und helfe bei Bedarf auch in der direkten Pflege mit“, berichtet der 35-Jährige, der in Kürze eine Weiterbildung zum Medizingerätebeauftragten beginnt und sich besonders auch für das Thema Qualitätsmanagement in Pflegeeinrichtungen interessiert.

 

Martin Dulog, ebenfalls 35, hatte zwar auch im Zivildienst seinen ersten Kontakt mit der Altenpflege, jedoch eine Uni-Laufbahn vorgezogen. Doch nach vielen Jahren auf dem Campus mit Theorien zur Volkswirtschaft, Wirtschaftsinformatik und BWL hat er sich für eine Altenpflegeausbildung bei der AWO entschieden. „Weil ich eine zukunftssichere Arbeit haben wollte, in der ich für und mit Menschen arbeiten kann und nicht wie in meinem studierten Beruf nur mit Zahlen und Fakten jonglieren muss.“ Dulog schätzt besonders auch die umfassende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Pflegebereich sowie interessante Themen wie Psychologie, Medizin und Pflegemanagement. Wichtig sind ihm außerdem die guten Perspektiven: „Gerade diese haben den Pflegeberuf für mich attraktiv gemacht, so kann ich voraussichtlich später einmal auch meine erworbenen Fähigkeiten aus dem Studium im Bereich der Organisation und Betriebswirtschaft mit einbringen.“

 

Sirisak Tanlap (27) hat, nach ersten Erfahrungen in der Krankenpflege, gerade frisch seine Altenpflegeausbildung abgeschlossen und freut sich auf den neuen Alltag als Pflegefachkraft. Er hat besondere Freude am direkten und längerfristigen Bewohnerkontakt, aber auch die Arbeit als Schichtleitung hat ihren Reiz, gilt es dabei doch die Abläufe eines kompletten Wohnbereichs zu organisieren. Mit seiner sonnigen Ausstrahlung ist er auch ein besonderer Liebling der Bewohnerinnen.

 

Auch Heimleiter Martin Hayer selbst hatte vor 27 Jahren mit einer Krankenpflegeausbildung den Start ins Berufsleben. Nach einem späteren Studium der Sozialarbeit ist er nun bereits über 10 Jahre an der Spitze des AWO Seniorenzentrums Am Stadtpark. „Der Weg aus der direkten Pflege am Patienten ins Management einer Pflegeeinrichtung war von mir keineswegs von Anfang an beabsichtigt, jedoch sehe ich rückblickend deutlich einen roten Faden auf diesem Weg“, bekennt der 48-Jährige.

 

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